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Morbus Dupuytren – Injektion statt Operation

Was ist die Dupuytren’sche Kontraktur?

Die Dupuytren’sche Erkrankung ist eine fortschreitende Erkrankung, welche das Bindegewebe der Handinnenfläche und der Finger betrifft. Am häufigsten sind der Ringfinger und der kleine Finger betroffen, bei manchen Menschen mehr als ein Finger oder sogar beide Hände.

Die Symptome der Dupuytren’schen Erkrankung führen zu einer permanenten Verkrümmung des Fingers zur Handinnenfläche hin – der Dupuytren’schen Kontraktur.

Für die Dupuytren’sche Erkrankung gibt es derzeit keine Heilung, aber Behandlungsmöglichkeiten gegen die Symptome. In den frühen Phasen der Erkrankung bauen sich in der Handinnenfläche Kollagenfasern zu Bindegewebsansammlungen auf. Diese Bindegewebsansammlungen sind gutartig und üblicherweise schmerzlos. Beim Fortschreiten der Erkrankung sammelt sich immer mehr Kollagen, bis hin zu einem seilartigen Strang unter der Haut. Dieser Strang erstreckt sich von der Handinnenfläche bis zum Finger und verkrümmt diesen dauerhaft nach Innen. Die Verkrümmung des Fingers wird auch als Kontraktur bezeichnet und beeinträchtigt sowohl die Beweglichkeit als auch die Streckung des Fingers.

Die genauen Ursachen der Erkrankung sind bis heute, trotz kontinuierlicher Forschung, unbekannt.

Injizierbare Kollagenase

Die Dupuytren’sche Erkrankung ist eine Erkrankung der Handinnenfläche von der, alleine in Österreich, vermutlich mehrere zehntausend Menschen betroffen sind.

Die Erkrankung führt zu zahlreichen Einschränkungen bei einfachsten Alltagstätigkeiten: Gesicht waschen, Zuschnüren der Schuhbänder, Händeschütteln etc.

Injizierbare Kollagenase ist eine neue, nicht-chirurgische Therapieoption zur Behandlung der Dupuytren’schen Kontraktur mit tastbarem Strang. Kollagenase kann einen chirurgischen Eingriff mit all seinen potentiellen Risiken wie Infektionsgefahr, Nerven- oder Gefäßverletzungen, überflüssig machen.

 

Vorteile der Injektion mit Kollagenase

  • Hohe Patientenzufriedenheit durch die potentielle Ersparnis der chirurgischen Operation.
  • Kürzere Rehabilitationszeiten als bei einer Operation (da Hautschnitt und Gewebsdurchtrennung fehlen) und schnellere Wiedererlangung einer intakten Handfunktion.
  • Kann auch bei bereits operierten Patienten erfolgreich eingesetzt werden.

 

Kollagenase in Österreich

Kollagenase-Injektion ist seit kurzem in der europäischen Union durch die European Medicines Agency (EMA) – somit auch in Österreich – zur Behandlung der Dupuytren’schen Kontraktur mit tastbarem Strang zugelassen. Die Grundlage für die Zulassung waren Daten aus insgesamt 13 klinischen Studien.

Die bedeutendste von ihnen wurde im Jahr 2009 von Larry Hurst et al., dem Erfinder dieser Behandlungsmethode, im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht und bewies eindrucksvoll unter plazebokontrollierten Bedingungen die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Kollagenase.
Seit März 2010 ist das gleiche Präparat in den USA von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für den dortigen Markt zugelassen.

Kollagenase-Injektion soll laut Fachinformation nur von jenen Ärzten verwendet werden, welche über entsprechende Erfahrung in der Diagnose und Behandlung der Dupuytren’schen Kontraktur verfügen und ein Produkttraining erhalten haben.

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Häufigkeit von Morbus Dupuytren

Die genaue Zahl der Fälle der Dupuytren’schen Kontraktur in Österreich ist unbekannt. Allerdings soll 2012 in Österreich eine Studie zur Erhebung der Prävalenz (Zahl der Fälle/Bewohner) initiiert werden. Die Angaben für verschiedene europäische Länder sind sehr unterschiedlich und belaufen sich auf ca. 2 bis 5 Prozent der Bevölkerung, in Abhängigkeit vom Alter, von der untersuchten Bevölkerungsgruppe und der verwendeten Methodologie.

In speziellen Patientengruppen kann die Prävalenz weit höher sein (sie liegt beispielsweise bei 20 % unter Diabetikern). Generell sind Männer ca. sechs mal häufiger betroffen als Frauen. Die deutsche Selbsthilfegruppe schätzt, dass es in Deutschland 1,4 bis 1,9 Mio. Fälle gibt. Das entspräche einer Prävalenz in der Bevölkerung von annähernd zwei Prozent. Legt man diese Zahlen auf Österreich um, so könnte von sogar 200.000 Betroffenen ausgegangen werden. Vermutlich kommt es sogar bei einem Viertel dieser Patienten (50.000) zur Ausbildung eines Stranges sowie zu einer funktionellen Einschränkung, die eine Behandlung erforderlich machen kann.

 

Behandlungsmöglichkeiten

Zwar kann die Dupuytren’sche Erkrankung nicht geheilt werden, doch gibt es eine Reihe von verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.

 

Chirurgische Behandlungen

  • Fasziotomie

 

Bei diesem Eingriff wird ein chirurgischer Schnitt (Inzision) in die Hand gemacht. Der Chirurg verwendet dabei ein Skalpell, um den Strang zu durchtrennen.

 

  • Fasziektomie

 

Bei diesem Eingriff entfernt der Chirurg den gesamten Strang.
Dies kann auf 3 Arten erfolgen:

 

  • 1. Partielle Fasziektomie: Das betroffene Gewebe (der Strang) wird entfernt.
  • 2. Komplette Fasziektomie: Das gesamte Bindegewebe wird entfernt.
  • 3. Dermofasziektomie: Das gesamte Bindegewebe und die darüberliegende Haut werden entfernt.

 

Nicht chirurgische Behandlungen

  • Perkutane Nadelfasziotomie

 

Bei dieser Technik wird eine spezielle Nadel verwendet, um den Strang zu durchtrennen. Die Nadel wird in die Handfläche oder den Finger gestochen, um das Gewebe zu trennen (Sektion). Die Gewebesektion erfolgt mittels einer sägeförmigen Bewegung der Nadel, die so lange wiederholt wird, bis der Strang durchtrennt ist, sodass der Finger gestreckt werden kann. Diese Technik kann unter Lokalanästhesie ambulant durchgeführt werden.

 

  • Injektion mit Kollagenase

 

Diese nicht-chirurgische Behandlung verwendet ein Enzym, welches als Kollagenase bezeichnet und direkt in den Strang gespritzt wird. Das Enzym soll die Bindegewebsfasern auflösen und den Strang aufbrechen. Auf die Injektion folgt am nächsten Tag die manuelle Fingerstreckung durch den Arzt, um den Strang zu brechen. In manchen Fällen bricht der Strang bereits ohne Extensionsprozedur nach dem Eingriff.
Diese Behandlung erfordert weder einen Spitalsaufenthalt, noch eine Anästhesie. Eine Lokalanästhesie wird allerdings für die manuelle Fingerextension empfohlen, da manche Patienten diese als unangenehm empfinden.

Dupuytren‘sche Kontraktur & Kollagenase – Die neue Behandlungsmethode in Österreich

 

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